Die heimtückischen, perfiden und brutalen Terrormassenmorde in New York am 11. September 2001 erklären Entsetzen, Empörung, Erbitterung, Wut, Trauer und Schmerz. Sie rechtfertigen in einer rechtsstaatlichen Gesellschaft keineswegs den Ruf nach Lynchjustiz („dead or alive”, Bush). Eigennützige Ressourcenverschwendung, rücksichtslose Umweltüberbelastung, weltweite Militärmachtprojektion und eigensinnige Vertragsverhandlungspolitik der USA erklären die Wahrnehmung der Amerikaner als arrogant, überheblich und anmaßend. Sie beleuchten gespenstisch eine Seite des Globalisierungsdilemmas und des &endash; allseits bekannten – – Konfliktes zwischen den „Welten” unserer Welt, zwischen Nord und Süd, reich und arm. Sie rechtfertigen die Lösung dieses Konfliktes keineswegs in der Geiselnahme beliebiger Fluggäste und ihrer Einschmelzung in zivile Explosionsmaschinen. Terror ist irrsinnigste Gewalt – – in keiner Weise Politik. Krieg ist mehr als Terror, ist „äußerste” Gewalt (Clausewitz), umso weniger Politik. Tausendfacher Tötungsterror erklärt das Verlangen Überlebender nach Vergeltung. Er rechtfertigt sie nicht, weder in Gegenterror und noch viel weniger in Krieg. In überkommenen Metaphern neu gefasst:...